Blog Archiv März 2015

Holzterrassen: Konstruktion und Holzschutz

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Im Kreislauf der Natur

Holz ist ein organischer Baustoff und unterliegt als solcher dem natürlichen Kreislauf der Natur. In diesem Zyklus übernehmen Mikroorganismen und Schädlinge die Aufgabe, das Holz zu zerlegen und abzubauen. Um diesen Prozess bei im Freien verbautem Holz möglichst lange hinauszuzögern, sollte man einige wichtige Punkte zum konstruktiven und chemischen Holzschutz beachten.

Lieber planen statt Chemie einsetzen

Beherzigt man diesen Leitspruch, dann kann man damit schon viel für die Langlebigkeit seiner Terrasse tun:
Standort bestimmt Lebensdauer
Sie haben die Möglichkeit ihre Terrasse oder ihren Balkon durch eine Überdachung oder einen Dachüberstand zu schützen? Perfekt! Damit sorgen Sie für eine der wirkungsvollsten Maßnahmen schlechthin. Denn das Holz wird so weitgehend trocken gehalten. Auf feuchtem Holz siedeln sich pflanzliche und tierische Schädlinge schnell an und beginnen die Zerstörungsprozesse.

Konstruktiver Holzschutz
bedeutet, dass Sie durch eine geschickte Bauweise dafür sorgen, dass das Holz nicht zu nass wird, dass Wasser rasch wieder abfließt und dass das Holz -einmal nass geworden- schnellst möglich wieder abtrocknen kann. Somit werden Fäulnisprozesse vermieden bzw. lange hinausgezögert. Dabei beachtet man vor allem folgende Punkte:

  • beim Bau bereits trockenes Holz verwenden
  • Erdkontakt des Holzes vermeiden, damit Bodenfeuchte nicht ins Holz eindringt
  • Holzteile aufständern / Fundamente erstellen
  • Wasser sollte abfließen können, wenn möglich leichtes Gefälle bilden
  • schmale Holzquerschnitte verwenden
  • rissarme Holzarten verwenden, damit Wasser nicht durch diese ins Holz eindringt
  • zwischen den Terrassenbrettern Abstand von mind. 5mm lassen
  • nur 1 Holzart für Unterkonstruktion und Belag verwenden (Holz geht d.h. es dehnt sich aus und zieht sich zusammen. Unterschiedliche Hölzer gehen unterschiedlich stark. Verwendet man verschieden Holzarten zusammen, so können sich dadurch vermehrt Risse bilden)
  • natürlich dauerhafte Holzarten verwenden (Eiche, Lärche, Robinie…)

Möchte man aus ökologischen oder finanziellen Aspekten keine dauerhaften Holzarten verwenden kann man die Langlebigkeit auch durch Holzschutzmittel erhöhen.

Chemischer Holzschutz

Holzschutzmittel, die durch Streichen oder Sprühen auf die Terrassenhölzer aufgetragen werden, wirken nur oberflächlich. Sie dringen nicht tief in die Hölzer ein und sollten daher regelmäßig kontrolliert und z.B. an rissigen Stellen nachbehandelt werden. Gerade auf Terrassen ist diese Methode nicht sehr wirksam, da sich durch das darauf Laufen die Oberfläche schnell abreibt.
Deutlich effektiver ist die Kesseldruckimprägnierung.
Bei diesem Verfahren wird das Holzschutzmittel mit großem Druck in das Holz gepresst und dringt so besonders tief ein. Für die Verwendung im Außenbereich eignen sich besonders druckimprägnierte Nadelholzarten wie Fichte, Tanne und Kiefer.

Praxistipp

Halten Sie Ihre Terrasse sauber und entfernen Sie bitte Laub, Staub und Erde regelmäßig. Diese lagern auf den Bodenflächen ab und verzögern dort rasches Trocknen des Holzes. Durch die Feuchte entsteht rasch Moos und die Rutschgefahr steigt.  

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Gestaltung mit Holzelementen

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Terrassen und Liegedecks zaubern Urlaubsflair

Komfortabel gestaltete Terrassen erweitern von Frühjahr bis Herbst den Wohnbereich als zusätzlicher Sitzplatz, Leseplatz oder in Form eines Grills als Freiluftküche. Ein guter Terrassenbelag schafft dabei stabilen Untergrund für alle Gartenmöbel. Was rund um die Pools von schicken Hotels cool aussieht, das schmückt auch unsere Gärten daheim: ein Liegedeck aus edlem Holz. Es macht sich nicht nur im Urlaub sondern auch rund um den heimischen Gartenteich richtig gut.

 

Auf Gartenwegen durch Rasen und Beete - mit Stegen und Rampen Hindernisse überwinden

Sie wollen sauberen und sicheren Fußes durch den Rasen oder die Pflanzrabatten gelangen? Dann planen Sie Gartenwege ein. Geschwungene Wege empfindet unser Auge harmonischer als gerade Wege. Dennoch sollten Wege, die häufig genutzte Bereiche verbinden, nicht zu sehr verschlungen sein. Sonst nimmt man doch wieder die Abkürzung über den Rasen. Geschwungene Wege führen idealerweise um etwas herum z.B. um einen Pflanze, einen großen Stein oder eine Gartenskulptur. Gartenwege sollten etwa einen Meter breit sein. Für Pfade, die nur der Pflege Ihrer Beete dienen, reicht eine Breite von 40-60cm aus. Gilt es Unebenheiten zu überbrücken oder einen barrierefreien Zugang zu schaffen, sind Stege und Rampen das Mittel der Wahl. Wie bei unserem Kunden, der - seit kurzem im Rollstuhl sitzend- sein geliebtes Gartenhaus nicht mehr erreichen konnte. Eine Rampe aus Lärchenholz - natürlich mit Absturzsicherung - ermöglicht ihm den Zugang nun wieder.

 

Terrassenüberdachungen schaffen völlig neue Lebensqualität

Die Krönung einer Terrasse ist eine Überdachung (oder Teil-Überdachung). Ab sofort können Sie Ihre Gartenmöbel einfach stehen lassen. Alles bleibt trocken - auch wenn ein Gewitter kommt. Kennen Sie das: es ist noch warm, beginnt aber zu nieseln. Bisher ging man dann ins Haus. Jetzt nicht mehr! Sie können ab sofort Ihr Glas Wein weiterhin draussen genießen. Eine massive hochwertige Konstruktion aus Brettschichtholz macht´s möglich. Darauf werden Echtglasbahnen aus Verbundsicherheitsglas verlegt - glasklare Optik, hell und unverwüstlich. So wird die Terrasse mit Sicherheit auch zu Ihrem Lieblingsplatz.

Und wie sieht Ihr ganz persönlicher Lieblingsplatz im Freien aus?

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Das grüne Wohnzimmer: Holzterrassen und mehr...

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Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie sich unsere Gartenkultur in den vergangenen Jahren verändert hat?

Bei unseren Großeltern diente der Garten in erster Linie noch als “Nahrungsquelle”. Alles wurde angebaut: Salat, Kohlrabi, Tomaten, Karotten, Rettich, Kräuter… und die gleiche Bandbreite an Obst. Die Generation unserer Eltern reduzierte hier schon deutlich und ging dann zum Ziergarten über. Als Gegenpol entstand dann der Wild- bzw. Naturgarten. Pflegleicht wollte man ihn haben! Und heute ist der Garten meist das “Kleine Naherholungsgebiet” direkt vor der Wohnzimmertür. Eher eine Wohnlandschaft soll er sein, praktisch und gleichzeitig hübsch anzusehen. Nur noch selten finden wir Plastikstühle, Klappliegen oder die Biergarnitur auf der Terrasse. Loungemöbel und Kissen in tollem Design symbolisieren den Lifestyle jetzt auch im Garten.

Was passt dazu besser als eine neue Terrasse aus Holz?

Viele neue Terrassenhölzer sind in den letzten Jahren auf den Markt gekommen. Ihre Namen klingen bereits wie Urlaub: Douglasie, Teak, Bangkirai…  Allen gemeinsam ist eine wohnlich warme Atmosphäre. Sie heizen sich im Sommer nicht so stark auf und sind optisch edle Schönheiten.

Der Wunsch nach langer Haltbarkeit

Die Anforderungen an die neuen Terrassenhölzer sind hoch: langlebig sollen sie sein bei schönem Design und gleichzeitig guter Funktionalität. Meist ungeschützt im Freien müssen sie – Tag ein Tag aus – allen Belastungen unserer Witterung standhalten. Das Thema Holzschutz ist daher ebenso wichtig wie die Wahl der richtigen Holzart.

Worauf legen Sie Wert bei Ihrer Terrasse, Ihrem Balkon oder Garten? Ich freu mich auf Ihre Kommentare und Beiträge.

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