Blog Archiv 2015

Bauen und Renovieren - Was kommt da auf mich zu?

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Sie planen einen Neubau oder Ihr Eigenheim ist die Jahre gekommen?

Sie haben Ideen, wie Ihr Haus oder Ihre Wohnung aussehen soll. Sie blättern Fachzeitschriften durch, sammeln Bilder, fahren evtl. in der Gegend herum um sich Häuser anzusehen und entwickeln dabei immer konkretere Vorstellungen. Die Vorfreude auf das fertige Resultat wächst. Doch dann schlägt manchmal leider die Stimmung um und bei dem einen oder anderen kommt ein etwas unruhiges Gefühl auf. Wie stressig wird die Baustelle? Worum muss man sich noch kümmern? Wieviel Staub und Dreck wird es geben? Lohnt sich der Aufwand überhaupt? Völlig berechtigte Fragen – man baut ja schließlich nicht alle Tage. Woher also soll man so etwas wissen?

Damit ein Bauvorhaben für Sie nicht zur Last wird, möchten wir Ihnen hier einige Tipps zur Vorbereitung geben:

Der Weg zum perfekten Ergebnis…

Nehmen Sie sich zu Beginn etwas Zeit und machen Sie sich Gedanken über folgende Punkte:

- Wie sehen Ihre Wohnträume aus?
- Wie hoch ist das Budget?
- Welche besonderen Gegebenheiten sind evtl. zu berücksichtigen?

Lassen Sie sich hier auch von Ihren Handwerkern beraten. Oft erhalten Sie in diesen Gesprächen noch weitere Inspirationen.

Angebote von Handwerkern…

sollten immer mit einem Beratungsgespräch beginnen. Haben Sie mehrere Angebote eingeholt, gilt es gut zu vergleichen. Weichen die Preise weit voneinander ab ist Vorsicht geboten. Manche Betriebe bieten sehr günstig an, weil im Angebot nicht alles enthalten ist. Später sind dann Nachforderungen unvermeidbar. Prüfen Sie, ob alle Leistungen erfasst sind. Der Billigste ist nicht immer der Günstigste!

Ausführungstermin

Vereinbaren Sie besser Fertigstellungstermine als Baubeginnstermine. Es kommt nicht so sehr darauf an, wann der Handwerker kommt, sondern viel mehr wann er mit der Arbeit fertig ist.

Gönnen Sie sich Privatbereiche

Für ca. 30€ pro Woche erhalten Sie eine Bau-Toilettenkabine. So müssen nicht alle Handwerker in Ihr Bad! Bei der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung kann man für die Bauzeit auch kleinere Flächen öffentlichen Grund mieten, falls nötig. So verstellt z.B. der Container oder Kran nicht Ihre Garagenzufahrt.

Sauberkeit

Wählen Sie einen Handwerker, der nicht nur seine Arbeit versteht sondern auch Verständnis für Ihr Bedürfnis nach Sauberkeit hat.

Leistungsspektrum

Informieren Sie sich, ob der Handwerker Ihnen verschiedene Leistungen bieten kann. Die Vorteile eines großen Leistungsspektrums liegen klar auf der Hand: wenn Sie alle Handwerker selbst koordinieren und unter einen Hut bringen müssen, kann das ganz schön aufreibend sein. Besser: ein Betrieb erledigt mehrere Leistungsbereiche oder erledigt für Sie Koordination, so dass alles nahtlos ineinander läuft.

Welche Holzarten eignen sich für Holzterrassen?

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Das Material sollte grundsätzlich hart, witterungsbeständig und dauerhaft sein, getreu dem Motto "Nur die harten kommen in den Garten". Heimische Hölzer werden zum Terrassenbau genauso verwendet wie Tropische.
Jede Holzart besitzt dabei ihre Eigenheiten, die Aussehen und Langlebigkeit bestimmen.  Zur näheren Bestimmung der Dauerhaftigkeit geben Normen eine Skala von 1 (= sehr dauerhaft) bis 5 (= nicht dauerhaft) vor. Terrassenholz, das schutzlos der Witterung ausgesetzt ist, sollte eine Dauerhaftigkeitsklasse von 1 oder 2 besitzen.

Heimische Hölzer

Heimische Hölzer sind meist preisgünstiger und ökologisch unbedenklich. Allerdings besitzen nur Eiche und Robinie hohe Dauerhaftigkeit.

  • Eiche: graubraun bis rötlichbraun, Klasse 2 (dauerhaft), dunkelt nach. In Kontakt mit Eisen kommt es zu blau-schwarzen oberflächlichen Verfärbungen. Daher verschraubt man Eichenholz ausschließlich mit Befestigungsmaterial aus nicht rostendem Edelstahl.
  • Robinie / Akazie: gelblich oliv bis hellbraun, Klasse 1-2 (sehr dauerhaft), dunkelt nach zu goldbraun. Die Robinie ist die einzige Holzart nicht tropischer Herkunft der Resistenzklasse 1 bis 2. Die Verfügbarkeit ist gelegentlich schwierig, da die Bäume ziemlich verdreht wachsen und daher oft nur kurze Stücke erhältlich sind.
  • Lärche: rötlich, Klasse 3-4 (mäßig dauerhaft), vergraut. Aufgrund des hohen Harzgehaltes der Lärche kann auf jeglichen chemischen Holzschutz verzichtet werden.
  • Fichte und Kiefer: rötlich gelb bis hellgelb, Klasse 4 (wenig dauerhaft), dunkeln nach, neigen zum Splittern und sind daher für Barfußbereiche ungeeignet. Sie sind weiche Holzarten und daher auch empfindlich bei Abdrücken z.B. durch Möbel. Fichte und Kiefer sollte als Terrassenholz nur kesseldruckimprägniert verbaut werden. (Holzschutzmittel dabei wird tief und gleichmäßig in das Holz eingepresst)

Tropische Hölzer

Tropische Hölzer sind besonders hart und dauerhaft. Bangkirai, Teak, Garapa, Itauba, Ipe und Cumaru sind praktisch ast- und fehlerfrei und sind im Außenverbau sehr lange ohne Pflege haltbar.
Aber sind sie auch ökologisch vertretbar? Wer sich für Tropenholz entscheidet, sollte unbedingt Plantagenholz mit dem FSC-Zertifikat verwenden. Das so gekennzeichnete Holz stammt aus ökologisch und sozial vertretbarem Anbau.

  • Teak: rot-braun mit dunkelbraunen fast schwarzen Farbstreifen, Klasse 1 (sehr dauerhaft / mehr als 20 Jahre), sehr hart, splitterfrei und frei von Astlöchern
  • Ipe: nussbraun bis gelblich grün und oliv, Klasse 1 (sehr dauerhaft / mind. 25 Jahre), sehr hart, frei von Astlöchern, splitterfrei, ideal in Bereichen für Kinder
  • Bangkirai: braun, sehr schwer, Lebensdauer ca. 30 J. Inhaltsstoffe können in den ersten Monaten in freier Bewitterung ausgewaschen werden und zu Verfärbungen führen. In Kontakt mit Eisen gibt es blau-schwarze oberflächliche Verfärbungen. Daher verschraubt man Bangkirai ausschließlich mit Befestigungsmaterial aus nicht rostendem Edelstahl.

WPC Terrassendielen

Sie sollen die Vorteile von Holz und Kunststoff in sich vereinen, und werden in den letzten Jahren auch in Deutschland stark beworben. WPC ist die Abkürzung für Wood Plastic Composit, also ein Verbundstoff aus Holz und Kunststoff. WPC wird aus bis zu 75% Holzfasern oder Holzmehl und 25% Polymer hergestellt. Mittels Presstechnik wird es in jede beliebige Form gepresst. WPC-Dielen verfügen über eine gleichmäßige Holz-Optik, die sehr pflegeleicht ist.

Für einige wenige Anwendungsbereiche wie etwa direkt neben dem Swimmingpool hat die WPC Terrassendiele sicherlich ihre Berechtigung, doch gerade im privaten Garten und auf der Terrasse, wo man sich in der Natur erholen möchte, besitzt echtes Holz eine völlig andere Ausstrahlung. Man könnte am ehesten Parallelen zum Einsatz von echtem Parkett oder Laminat ziehen. Eine Grundsatzfrage also. Für viele Naturfreunde sicherlich keine Alternative!

In dieser Serie erscheinen:

Holzterrassen: Konstruktion und Holzschutz

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Im Kreislauf der Natur

Holz ist ein organischer Baustoff und unterliegt als solcher dem natürlichen Kreislauf der Natur. In diesem Zyklus übernehmen Mikroorganismen und Schädlinge die Aufgabe, das Holz zu zerlegen und abzubauen. Um diesen Prozess bei im Freien verbautem Holz möglichst lange hinauszuzögern, sollte man einige wichtige Punkte zum konstruktiven und chemischen Holzschutz beachten.

Lieber planen statt Chemie einsetzen

Beherzigt man diesen Leitspruch, dann kann man damit schon viel für die Langlebigkeit seiner Terrasse tun:
Standort bestimmt Lebensdauer
Sie haben die Möglichkeit ihre Terrasse oder ihren Balkon durch eine Überdachung oder einen Dachüberstand zu schützen? Perfekt! Damit sorgen Sie für eine der wirkungsvollsten Maßnahmen schlechthin. Denn das Holz wird so weitgehend trocken gehalten. Auf feuchtem Holz siedeln sich pflanzliche und tierische Schädlinge schnell an und beginnen die Zerstörungsprozesse.

Konstruktiver Holzschutz
bedeutet, dass Sie durch eine geschickte Bauweise dafür sorgen, dass das Holz nicht zu nass wird, dass Wasser rasch wieder abfließt und dass das Holz -einmal nass geworden- schnellst möglich wieder abtrocknen kann. Somit werden Fäulnisprozesse vermieden bzw. lange hinausgezögert. Dabei beachtet man vor allem folgende Punkte:

  • beim Bau bereits trockenes Holz verwenden
  • Erdkontakt des Holzes vermeiden, damit Bodenfeuchte nicht ins Holz eindringt
  • Holzteile aufständern / Fundamente erstellen
  • Wasser sollte abfließen können, wenn möglich leichtes Gefälle bilden
  • schmale Holzquerschnitte verwenden
  • rissarme Holzarten verwenden, damit Wasser nicht durch diese ins Holz eindringt
  • zwischen den Terrassenbrettern Abstand von mind. 5mm lassen
  • nur 1 Holzart für Unterkonstruktion und Belag verwenden (Holz geht d.h. es dehnt sich aus und zieht sich zusammen. Unterschiedliche Hölzer gehen unterschiedlich stark. Verwendet man verschieden Holzarten zusammen, so können sich dadurch vermehrt Risse bilden)
  • natürlich dauerhafte Holzarten verwenden (Eiche, Lärche, Robinie…)

Möchte man aus ökologischen oder finanziellen Aspekten keine dauerhaften Holzarten verwenden kann man die Langlebigkeit auch durch Holzschutzmittel erhöhen.

Chemischer Holzschutz

Holzschutzmittel, die durch Streichen oder Sprühen auf die Terrassenhölzer aufgetragen werden, wirken nur oberflächlich. Sie dringen nicht tief in die Hölzer ein und sollten daher regelmäßig kontrolliert und z.B. an rissigen Stellen nachbehandelt werden. Gerade auf Terrassen ist diese Methode nicht sehr wirksam, da sich durch das darauf Laufen die Oberfläche schnell abreibt.
Deutlich effektiver ist die Kesseldruckimprägnierung.
Bei diesem Verfahren wird das Holzschutzmittel mit großem Druck in das Holz gepresst und dringt so besonders tief ein. Für die Verwendung im Außenbereich eignen sich besonders druckimprägnierte Nadelholzarten wie Fichte, Tanne und Kiefer.

Praxistipp

Halten Sie Ihre Terrasse sauber und entfernen Sie bitte Laub, Staub und Erde regelmäßig. Diese lagern auf den Bodenflächen ab und verzögern dort rasches Trocknen des Holzes. Durch die Feuchte entsteht rasch Moos und die Rutschgefahr steigt.  

In dieser Serie erscheinen: