Blog Archiv 2017

Terrassen planen

von Claudia Baumann (Kommentare: 0)

Terrassen planen (Checkliste)

Wohin kommt die Terrasse?

Klar in den Garten…  aber welcher Standort macht am meisten Sinn? Überlegen Sie sich anhand dieser kurzen Checkliste für die Terrassenplanung was für Sie wichtig ist:

1. Nutzungswünsche

  • Essplatz: Wenn Sie gerne draußen essen, ist eine Terrasse vor der Küche ideal. Die Wege sind kurz, so dass Geschirr und Essen nicht weit getragen werden muss.
  • Grillplatz: Grillfreunde bevorzugen einen windgeschützen Ort. Der darf gerne auch etwas weiter weg vom Haus sein.

2. Sonnenlauf

  • Wann werden Sie die Terrasse hauptsächlich nutzen? Genießen Sie Morgensonne bei Frühstücken, dann wäre eine Ost- oder Südost Ausrichtung optimal. Oder nutzen Sie diesen Platz eher nach Feierabend? Dann sollten Sie sich einen Platz im Süden bzw. Südwesten gönnen.
  • Sie sind in der glücklichen Lange, eine umlaufende Terrasse realisieren zu können? Prima, dann können sie sich mehrere Sitzplätze schaffen: eine kleine Terrasse zum Frühstücken, einen Leseplatz für die Abendstunden….

3. Größe

  • Die Größe der Terrasse richtet sich auch nach der Größe des Gartens. Sie sollte sich optisch harmonisch in den Garten einfügen und dabei nicht zu dominant wirken.
  • 12m² Terrassengröße werden oft als Richtwert genannt. Darauf passt ein Tisch mit ca. 1,50m Durchmesser, an dem bequem 8 Personen Platz finden.
  • Feiert man gerne Grillfeste mit mehr Personen, und braucht außerdem Platz für Sonnenschirm, Grill und evtl. eine Box für Sitzpolster, dann empfiehlt sich als Faustformel, sich an der Größe des Wohnzimmers zu orientieren

4. Windschutz / Sichtschutz / Sonnenschutz

  • Die Terrasse ist ein zusätzlicher Wohnraum im Freien. Genauso ungestört will man sich dort fühlen. Um sich vor neugierigen Blicken zu schützen kann man einen Sichtschutz fest angebracht z.B. als Holzelement oder mobil in Form eines Paravents anbringen. Ebenso geeignet ist ein Rankgitter mit dekorativen Kletterpflanzen.
  • Befindet sich der Platz für die Terrasse an einer zugigen Stelle, kann man sich z.B. durch eine Glas- oder Holzwand schützen. Wer gerne draußen arbeitet wird es besonders zu schätzen wissen, wenn Unterlagen nicht durch den Garten wirbeln.
  • Durch die meist südliche Lage wird es auch schnell mal zu heiß auf einer Terrasse. Abhilfe schaffen Markisen, Sonnenschirme und Sonnensegel. Planen sie je nach Geschmack und örtlicher Gegebenheit Beschattungsmöglichkeiten ein.

5. Beleuchtung / Strom

  • Brauchen Sie an einer Stelle draußen Strom, sei es für eine Steckdose oder für die Terrassenbeleuchtung? Unter dem Terrassenbelag aus Holz könnte man Kabel gut “verstecken” wenn man das bereits beim Verlegen des Belages macht.
  • Zum Beleuchten der Terrasse eigenen sich ganz besonders gut Bodeneinbauleuchten. Neben angenehmen Licht bieten sie auch Sicherheit als Wege- und Begrenzungsleuchten. Außerdem gibt es zahlreiche Varianten an Solarleuchten und natürlich romantischen Alternativen wie Gartenlaternen und Fackeln.

6. Überdachung

  • Sollen Gartenmöbel und Kissen regensicher unter Dach stehen? Eine Terrassenüberdachung macht´s möglich.Auch wenn ein Gewitter kommt, können Sie so weiterhin draußen sitzen bleiben.

Lesen sie hier noch mehr zum Thema, denn dieser Artikel ist Teil der Serie Holzterrassen mit vielen weiteren Schwerpunkten wie

Brandschutz beim Dachgeschoßausbau

von Claudia Baumann (Kommentare: 0)

In Sachen Brandschutz gibt es keine Kompromisse!

Flucht und Rettung im Brandfall sind unterm Dach schwieriger als im Erdgeschoss – deshalb gelten strengere Bauvorschriften.

Gebäudenutzung und Anzahl der Stockwerke bestimmen wie Sie Ihre Dachschrägen bekleiden und gestalten dürfen – gemäß den Vorschriftenen zum Brandschutz.

Die grundsätzliche brandschutztechnische Klassifizierung von Bauteilen erfolgt nach Feuerwiderstandsklassen.

Die Klassifizierung erfolgt nach der Zeitdauer, die das Bauteil dem Feuer Widerstand bietet. Für tragende sowie raumabschließende Bauteile, wie Wände, Decken, Stützen, Unterzüge u.ä. wird die Feuerwiderstandsklasse mit dem Buchstaben F und der Zeit in Minuten bis zum Eintritt eines Versagenskriteriums als F30, F60, F90, F120 und F180 angegeben.

Die Generalklausel des Brandschutzes lautet:

“Bauliche Anlagen müssen so beschaffen sein, dass der Entstehung und Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird und bei einem Brand wirksame Löscharbeiten und die Rettung von Menschen und Tieren möglich sind.”

 

Sicher leben unter der Schräge

Gipsbaustoffe sind anorganische, nichtbrennbare Baustoffe. Geprüfte Brandschutzkonstruktionen senken das Brandrisiko und das Ausmaß der Schäden. Zum korrekten brandschutztechnischen Ausbau von Wand- und Dachschrägen sowie Kehlbalkendecken und Böden gibt es Platten-Ausbausysteme mit eingebauter Feuerwehr.

Feuerhemmende Ausbau-Platten basieren auf Gips, einem Naturprodukt mit kristallgebundenem Wasser. Unter Hitze tritt Wasserdampf aus und hält wie Löschwasser die Oberflächen-Temperatur unter 100 Grad. Ein Quadratmeter 15mm starker Gipskartonplatten enthält ca. 3 l „Lösch Wasser“.

Trockenbaukonstruktionen können Brände nicht vermeiden…

aber durch den fachgerechten Einsatz und die korrekte Ausführung der Baukonstruktionen können Brandfolgeschäden erheblich reduziert werden.