Blog Archiv Januar 2013

Vorsicht! Reisende Handwerker und Dachhaie in Freising unterwegs!

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Aufgepasst liebe Hausbesitzer: wenn unbekannte Handwerker unaufgefordert an der Haustür klingeln, dann sollten Sie wachsam sein!

“Ihr Dach sieht aus, als ob es den Winter nicht übersteht…”

Mit diesen Worten stellten sich kürzlich zwei Männer der Bewohnerin einer Doppelhaushaushälfte in Freising  am Lankesberg vor. Rasch wurde ein 5-stelliger Betrag für die Dachsanierung genannt. Die Männer versicherten der älteren Dame, man würde umgehend mit den Arbeiten beginnen. Nur so käme sie ihren Pflichten als Eigentümerin nach und bräuchte nicht befürchten, dass die Gebäudeversicherung die Regulierung eines möglichen späteren Schadens ablehne.

Frau B. war erschrocken und verunsichert. Dass ihr Hausdach so starke Mängel aufweisen sollte war ihr nicht bewusst. Sie wollte sich erst mit den Nachbarn beraten. Schließlich hatte man vor Jahren gemeinsam gebaut und die Dächer waren im gleichen Zustand. Die Nachbarn (Familie A.) waren von der Situation ebenso überrascht. Das alles kam ihnen komisch vor. Aber auch sie konnten nicht beurteilen, ob diese Maßnahme wirklich nötig ist oder nicht.

Auf den ersten Blick lässt sich ein seröser Handwerker nicht von einem unseriösen unterscheiden

Familie A. beschloss daher, einen befreundeten Bauunternehmer um Rat zu fragen. Der wiederum kennt unsere Firma seit Jahren und brachte uns ins Spiel. Noch am gleichen Tag inspizierte unser Chef das besagte Dach des Doppelhauses.

Alles was er nach gründlicher Untersuchung des Daches fand, waren einige lockere Dachziegel. Der Zustand des Dachs war ansonsten einwandfrei!

Die vorgeschlagene Reparatur war überhaupt noch nicht nötig!

Wir befestigten die losen Platten. Unsere Rechnung belief sich dann auf 250,–€ inkl. MwSt. für beide Doppelhaushälften zusammen. Also 125,–€ pro Haus. Nötig waren lediglich etwas Dachdeckermörtel und ein paar Stunden Arbeitszeit.

Wie verhält man sich nun bei reisenden Handwerkern?

Natürlich kann man nicht alle reisenden Handwerker über einen Kamm scheren. Und ganz klar sprechen wir hier nicht von ehrlichen Junghandwerkern auf der Walz sondern warnen vor schlitzohrige Geschäftemachern.

Seien Sie einfach sensibilisiert und achten auf folgende Punkte:

  • Opfer werden oft besorgte und ältere Hausbesitzer
  • besonders nach einem langen und strengen Winter wird der Kontakt über (angeblich) notwendige Reparaturen oder Serviceleistungen rund ums Dach hergestellt
  • kurz darauf erfährt man dann, dass das Dach komplett sanierungsbedürftig ist
  • es wird eilig ein vermeintliches “Sonderangebot” erstellt
  • meist rückt die Dachdeckerfirma umgehend an und beginnt unverzüglich mit den eigentlich noch nicht notwendigen Reparaturen

Unser Tipp:

  • Leisten Sie auf keinen Fall hohe Vorauszahlungen an Firmen, die Sie nicht kennen und die in der Region nicht bekannt sind.
  • Denken Sie auch weiter: Stehen diese Firmen im Gewährleistungsfall gerade oder sind sie dann längst weitergezogen und nicht mehr erreichbar?
  • Bei Haustürgeschäften habe Sie ein 14-tägiges Rücktrittsrecht! Nutzen Sie diese Zeit für Vergleiche und lassen Sie die Firmen nicht sofort auf ihr Dach. Ist die Arbeit erst mal ausgeführt – wovon wollen Sie dann zurück treten?
  • Wenden Sie sich besser an Handwerker vor Ort: hier gibt es seriöse Beratung und wir sind auch nach Vertragsabschluss für unsere Kunden da!